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Der Jakobichor ist eine lebendige Gemeinschaft aus aktuell ca. 50 aktiven Sängerinnen und Sänger und kann erfreulicherweise immer wieder Zuwächse verzeichnen, die die Chorgemeinschaft „jung halten“. So gehören auch moderne kirchliche und weltliche Lieder, teils englischsprachig, in das umfangreiche und anspruchsvolle Repertoire des Chores. Groß geschrieben wird in der Chorgemeinschaft die Geselligkeit. Feste und Ausflüge sind fester und beliebter Bestandteil der Choraktivitäten und manifestieren die tolle und harmonische Gemeinschaft von Jung und Alt.

Seit 2003 ist Reinhard Mensing aus Stadtlohn der musikalische Leiter des Jakobichores.

Der Kirchenchor der Pfarrgemeinde St. Jakobi wurde als reiner Männerchor im Jahr 1890 gegründet. Urkunden und andere Niederschriften aus den Gründungsjahren waren im Vereinslokal Bernhard Buschmann an der Letter Straße aufbewahrt, das am 21.März 1945 von Bomben zerstört wurde. An gleicher Stelle wurden auch das kircheigene Klavier und alles Notenmaterial ein Opfer des Bombenkrieges.

Zur Geschichte des Chores bis 1945 kann man heute nur durch Überlieferungen und Erinnerungen berichten. Im Rahmen der Chroniken zur Feier „800 Jahre St. Jakobi“ im Jahr 1995 wurden umfangreiche Erinnerungen und Überlieferungen von Zeitzeugen zusammengetragen und niedergeschrieben. Es ist bekannt, dass der Kirchenchor weit vor der Jahrhundertwende als eine festgefügte Gemeinschaft mit einem Vorstand und 30 bis 40 Mitgliedern ein fester Bestandteil der Jakobipfarre war, gute Leistungen brachte und dass neben den Aufgaben im Gottesdienst die Pflege der Geselligkeit bei Stiftungsfesten, Familienfeiern und Ausflügen einen breiten Raum einnahm. Neben dem Männerchor, so ist überliefert, bestand auch um 1890 bereits eine Knabenschola für den Choralgesang, in der schon Sänger aus dem Männerchor der dreißiger Jahre gesungen haben.

Nach den Kriegswirren nahm der Chor umgehend wieder die Arbeit auf. Große Ereignisse, wie die Kirchweihe St. Jakobi im August 1954 und die Glockenweihe im Jahr 1956 wurden mit großen Werken (z.B. die Messe „Stella Maris“ von Griesbacher) feierlich gestaltet. Mit konstituierender Versammlung des Chores am 12. September 1963 ging aus dem Männerchor und der zunächst als Frauenchor gegründeten Gemeinschaft, letztendlich ein gemischter Kirchenchor hervor. Zu dieser Zeit hatte der Kirchenchor St. Jakobi rd. 80 Mitglieder. Bis heute ist der Chor ein „gemischter“ Chor, der 4 bis 8 stimmige Stücke einstudieren kann.

In den letzten Jahren wurden unter anderem folgende Werke einstudiert und aufgeführt:

„Missa brevis“ von Palestrina
„Krönungsmesse“ von W.A. Mozart
„Spatzenmesse“ von W.A.Mozart
„Die Schöpfung“ von Joseph Haydn
Schillers „Lied von der Glocke“ von Andreas Romberg vertont
Requiem von Faure
“Missa di Gloria” von Puccini
“Mass for peace“ von Karl Jenkins
„Requiem“ von Karl Jenkins
“Gloria” von A.Vivaldi
„Te Deum“ von Bizet
u.v.m…